22.03.2005: Spendenaktion und Musik der Extraklasse
asp- Seppenrade. Für die Opfer der Tsunami-Katastrophe spenden und nebenbei noch ein Konzert der Extraklasse erleben eine gute Idee von der Initiative Lüdinghausen hilft (LHh), die auch bei den Besuchern des Benefizkonzertes am vergangenen Sonntag im Festzelt an der Kastanienallee regen Zuspruch fand.
Aktiv beteiligt an dieser bewährten Variante einer Spendenaktion waren sämtliche Seppenrader Vereine vom Heimatverein bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr. Besonders engagiert waren die Seppenrader Dorfmusikanten und der Spielmannszug Klingendes Spiel, die mit mitreißenden Ouvertüren und Märschen eine besondere Präzision an den Tag legten und mit diesen ungewohnten Klängen besonders überraschten.
Die musikalische Leitung des Spielmannszugs übernahm Christiane Dömer und die der Dorfmusikanten Frank Bücker. Eine Abrundung und ein Höhepunkt der musikalischen Darbietung stellte der gemeinsam gespielte Ruetz-Marsch dar. Der Vorsitzende des Spielmannszuges, Klaus Bücker, führte souverän durch das abwechslungsreiche Programm.
Beate Ahlbrand Pastoralreferentin von St. Ludger, die mehrere Indien-Reisen hinter sich hat und sich für das Hilfsprojekt engagiert, stellte die Situation der Kinder nach der Flutkatastrophe dar und erreichte mit ihren Schilderungen die Zuhörer. Es wurde jedoch auch erkennbar, dass der Lebensmut bei den Kindern noch nicht verloren gegangen sei. Durch diese Schilderungen wird die schwere Situation greifbarer, und wir dürfen deshalb nicht aufhören zu helfen, fasste Klaus Bücker die Stimmung der Besucher in Worte.
Beate Ahlbrand knüpfte durch ihre Verbindung nach Indien den Kontakt zwischen der Initiative Lüdinghausen hilft und den Hilfesuchenden. Father Joseph Elphinston, den Beate Ahlbrand, während ihrer Ausbildungszeit 2001 in Südkirchen kennen gelernt hatte, engagiert sich in Indien und unterstützt dort ein Waisenhaus. Ein weiteres Waisenhaus soll mit Hilfe der Spendengelder in Chennai entstehen. Da der ganze Küstenstreifen von den Verwüstungen des Seebebens betroffen ist und in einzelnen Dörfern, auch in Cape Comerin, dem Heimatort von Father Elphinston, jeweils Kinder zu Waisen geworden sind, hat man sich entschlossen, in einem zentralen Ort wie Chennai das Kinderheim zu errichten. Dort bestehen dann auch medizinische Versorgungsmöglichkeiten. Auf ein bestehendes Bildungsangebot kann ebenfalls zurückgegriffen werden, um den Kindern Zukunftsperspektiven zu bieten. Als neutrale Plattform für die Hilfsinitiative wählte man Lüdinghausen Marketing, wobei der Geschäftsführer Martin Bußkamp sowie Bürgermeister Richard Borgmann die Schirmherrschaft übernahmen. Helmut Wolff, Vorsitzender von Lüdinghausen Marketing, erläuterte in seinem Grußwort, wie es dazu kam, Lüdinghausen hilft ins Leben zu rufen.
Einen weiteren Programmpunkt nach den Auftritten der Dorfmusikanten und des Spielmannszuges bildete der Chor Gospel Songrise unter Leitung von Verena Voss. Dieser bildete einen charaktervollen Kontrast zu der vorangegangenen Instrumentalmusik. Mit Ohrwürmern wie Yesterday von Paul McCartney und John Lennon setzten sie starke Akzente. Den Schluss bildete B-Sharp, die Big-Band der Musikschule Ascheberg unter der Leitung von Jörg Drewing. Mit gekonntem musikalischen Esprit überzeugte die Band die zahlreichen Zuhörer mit Ohrwürmern, Jazz und Swing.


Dienstag, 22. März 2005 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Lüdinghausen)
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