20.07.2009: 60 Jahre: Ein Fest für Seppenrade
Nicht nur Könige, Vorstände und Schützen der vier Kompanien waren bei herrlichem Wetter nach der Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Dionysius erschienen, um das äußere Zeichen der Gemeinschaft offiziell seiner Bestimmung zu übergeben. Viele Hundert Besucher, unter ihnen Bürgermeister Richard Borgmann und Landrat Konrad Püning, ließen es sich nicht nehmen, diesem Festakt beizuwohnen. Angeführt vom Spielmannszug „Klingendes Spiel“ und den Dorfmusikanten ging es vom Kirchplatz über die abgesperrte Hauptstraße zum Schulzenhof. Hier wurden die Gäste vom Vorsitzenden der ersten Kompanie, Franz-Josef Löbbert, im Namen aller Schützenkompanien begrüßt. Sein besonderer Gruß galt den amtierenden Majestäten und den Königspaaren der letzten 60 Jahre. „Was unsere Väter vor 60 Jahren mit der Gründung des Bataillons begonnen haben, setzen wir heute mit diesem Schützenbaum fort. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis sich die Bruderschaft entschlossen hat, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. In vielen Sitzungen wurde überlegt, wie der Schützenbaum auszusehen hat und wo er aufgestellt werden soll. Viele Ideen wurde verworfen, neue aufgenommen. Nach vielen Gesprächen im Ausschuss einigte man sich schließlich auf das heutige Modell. Die Arbeiten wurden verteilt und schnell erledigt“, sagte Löbbert, der vor allem denen dankte, die mit materieller und ideeller Hilfe das Projekt umsetzten. Löbbert bat die Bevölkerung, diesen Schützenbaum zu hegen und zu pflegen, damit er auch für die kommende Generation ein Mittelpunkt der Gemeinde bleibt. Bürgermeister Richard Borgmann lobte das Engagement der Bruderschaft, die sich in den vergangenen 60 Jahren die Geschichte des Dorfes eingebracht und Seppenrade zu dem gemacht habe, was es heute ist - genau so hervorragend wie unsere Verfassung. Landrat Konrad Püning erinnerte in seiner Ansprache an die lange Tradition der Schützen in Seppenrade. Bereits 1426 ist in den Annalen der Pfarrkirche von einem Schützenfest die Rede. „Dieser Schützenbaum ist eine echte Bereicherung für Seppenrade“, betonte Püning.„Glaube, Sitte und Heimat sind als Grundprinzipien der Schützen in der Bataillonsfahne niedergeschrieben. Wie dieser Schützenbaum im Schatten der Kirche steht, so haben die Schützen sich immer wieder in der Kirche eingebracht. Ausdauer, Geduld, Freude an der Gemeinschaft und Vertrauen auf Gott waren und sind für die Schützenkönigspaare immer wichtig gewesen“, sagte Pfarrer Jürgen Heukamp, der anschließend Baum und Schützen feierlich einsegnete.Nach dem kurzen Festakt luden die Schützen die Bevölkerung zu einigen gemütlichen Stunden bei Bier und Würstchen unter dem neuen Schützenbaum ein. Spielmannszug und Dorfmusikanten sorgten dabei für die musikalische Unterhaltung.

Montag, 25. Mai 2009 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Lüdinghausen)
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